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Diagnostische Innovation

Optimale Behandlung in der Onkologie

Patientennutzen durch neueste Technologie

Da Menschen individuell und einzigartig sind, sind auch ihre Erkrankungen sehr verschieden. Kein onkologischer Befund gleicht dem anderen. Daher sind spezifische diagnostische Verfahren dringend notwendig, um individuelle Eigenschaften der Erkrankung auf zu zeigen und somit eine optimale Behandlungen zu ermöglichen.

Medizintechnik aus Deutschland

Optimale Behandlung durch neuste diagnostische Verfahren

Individuelle Krebsbehandlung ist das große Ziel der personalisierten Medizin von heute. Der GILUPI CellCollector® - eine in Deutschland entwickelte und hergestellte Technologieplattform - ermöglicht genau diese Art der Behandlung durch innovative Krebsdiagnostik. In über 14.000 Patientenanwendungen wurde die GILUPI Technologie umfangreich getestet und ist bereits seit vielen Jahren für die Diagnostik in der EU und in China zertifiziert und zugelassen.

GILUPI kontaktieren
Zu sehen ist ein Arzt der einem Patienten einige Dokumente übergibt, Stethoskop
Erklärgrafik zu zirkulierenden Tumorzellen, Metastasen, Primärtumor, Blutgefäß

Flüssigbiopsie durch zirkulierende Tumorzellen

Innovatives Probenmaterial

Die Analyse von Gewebebiopsien ist bereits seit vielen Jahren Stand der Technik. Dennoch ist sie ein invasiver Eingriff und kann nicht bei allen Tumoren und nicht zu jedem Zeitpunkt im Krankheitsverlauf durchgeführt werden. Die sogenannte Flüssigbiopsie ist ein Ansatz, der den Blutkreislauf des Patienten als Quelle für die Gewinnung von zirkulierenden Tumorzellen (englisch circulating tumor cells - CTCs) nutzt, die als „Echtzeitmarker“ ohne große Belastung für den Patienten zu jeder Zeit verwendet werden können. Die Anreicherung dieser zirkulierenden Tumorzellen kann die Limitierung einer Gewebebiopsie umgehen und dabei helfen durch innovative Diagnostik eine alternative Behandlung für den Patienten zu ermöglichen.

Hochmoderne Technologieplattform

Anreicherung von zirkulierenden Zellen im Blutkreislauf

Die GILUPI Technologie liefert lebende Zellen, die heute nur durch Biopsien in ausreichender Zahl gewonnen werden können. Biopsien sind jedoch invasiv und damit mit Risiken für den Patienten verbunden und stehen oft mangels lokal geeigneten Gewebes (z. B. nach einer Operation des Primärtumors) gar nicht zur Verfügung. Die innovative Methode ermöglicht einen Durchbruch bei den derzeit bevorstehenden Grenzen der Gewebebiopsie und auch bei der Anreicherung von zirkulierenden Tumorzellen aus Blutproben. Die GILUPI Plattform ist die einzige Methode, die die Zielzellen direkt im Blutkreislauf (in vivo) anreichert und nicht aus einer im Volumen beschränkten Blutprobe. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, einen Zugang zu den zahlenmäßig sehr seltenen zirkulierenden Zellen zu bekommen, deutlich erhöht.

Zu sehen sind Spritzen, Diagnose von Tumorzellen, Anreicherung von zirkulierenden Zellen im Blutkreislauf
Erklärgrafik zu Tumorzellen in einer Blutvene, Edelstahldraht wird eingesetzt, CellCollector Tumor

Zertifizierte Medizintechnik

Der GILUPI CellCollector®

Das Medizinprodukt basiert auf einem dünnen medizinischen Edelstahldraht, der eine speziell beschichtet 2cm lange Spitze beinhaltet. Diese ist durch verschiedenen wenige Mikrometer dicken Schichten aufgebaut, welche zum einen für eine spezifische Bindung der Zielzellen sorgen und gleichzeitig verhindern, dass andere Blutkomponenten gebunden werden. Für die Anwendung in der Armvene des Patienten wird eine Standard Venenverweilkanüle verwendet – ähnlich einer Infusionskanüle. Dabei ragt die 2cm Spitze des GILUPI CellCollector® in den Blutfluss des Patienten und die zirkulierenden Tumorzellen werden spezifisch an der beschichteten Oberfläche des Medizinproduktes gebunden. Nach einer Anwendungszeit von 30 Minuten können die isolierten Zellen anschließend für die Analyse jeglicher diagnostischer Fragestellungen verwendet werden.

In der Praxis

Von der Anreicherung zum Ergebnis

Die Anwendung des GILUPI CellCollector® ist vergleichbar mit einer Blutentnahme. Über einen Zugang in die Armvene der Ellbogenbeuge wird der GILUPI CellCollector® in den Blutkreislauf eingeführt. Nach einer 30 minütigen Anwendungszeit wird aus der Armvene entfernt und die an der Spitze gebundenen Zellen können untersucht werden. Welche diagnostischen Verfahren dabei zum Einsatz kommen, entscheidet der anwendende Arzt. In Frage kommen bspw. Zellfärbungen (z.B. Immunfluoreszenzfärbung) oder molekulare Analysen (z.B. PCR, in situ Padlock-Sondentechnologie, Sequenzierung oder Genexpressionsanalyse). Da es sich bei den angereicherten Zellen um lebende Zellen handelt, können diese auch kultiviert werden (Vervielfältigung im Zellkulturlabor).

Erklärgrafik mit dem Thema: von der Anreicherung zum Ergebnis, GILUPI CellCollector

Video

Anwendung & Nachbehandlung

Für die Anwendung des GILUPI CellCollector® wird zunächst ein Zugang in die Armvene der Ellbogenbeuge über eine 20G – Venenverweilkanüle (Standartkanülen für Infusionen bei Kindern) gelegt. Durch diese Verweilkanüle wird der GILUPI CellCollector® in den Blutkreislauf eingeführt. Nach einer 30 minütigen Anwendungszeit wird der GILUPI CellCollector® aus der Armvene entfernt und die an der Spitze gebundenen Zellen stehen für die weitere Analyse zur Verfügung. Die Nachbehandlung des Medizinproduktes richtet sich nach dem diagnostischen Verfahren, welches in der Diagnostik zum Einsatz kommt. In unsere, Anwendungsvideo wird die Anwendung und die Nachbehandlung für eine spätere Zellfärbung (z.B. Immunfluoreszenzfärbung)erläutert.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Anwendungsbereiche

Der GILUPI CellCollector® ist ein Produkt, zur Anreicherung von EpCAM-positiven zirkulierenden Tumorzellen aus dem Blutkreislauf. Dies ist ein Oberflächenprotein, welches auf einer Vielzahl an Tumorzellen vorkommt. Das Produkt wurde bereits in mehr als 10.000 klinischen Anwendungen in unterschiedlichsten Krebsentitäten verwendet, unter anderen:

  • Lungenkrebs
  • Prostatakrebs
  • Brustkrebs
  • Neuroendokrine Tumoren
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Kopf-Hals-Tumore
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GILUPI Hintergründe und mehr

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